Das Rad muss zur Größe passen: Worauf Eltern beim Kauf eines Kinderfahrrads achten sollten

Den Vorteil leichter Räder spüren Kinder spätestens bei einer Steigung.
Den Vorteil leichter Räder spüren Kinder spätestens bei einer Steigung.
© djd/PYROBIKES Jürgen Fischer

(djd). Zu Beginn der neuen Radsaison stellen viele Eltern fest, dass die Räder für die Kinder schon wieder zu klein sind, die Sprösslinge sind einige Zentimeter gewachsen. Manche Eltern unterliegen deshalb der Versuchung, das Fahrrad von vornherein eine Nummer zu groß zu kaufen. "Das ist ein Fehler, denn es hat gravierende Folgen für die Fahreigenschaften und die Sicherheit im Alltag", warnt Jürgen Fischer vom Kinderradhersteller Pyro. Eltern möchten, dass ihr Kind seine Fähigkeiten verbessert, sicherer und ausdauernder wird, dies könne jedoch nur mit einem passenden Rad gelingen.

Kindgerechte Beratung

Wer für seine Kinder ein neues Rad anschaffen will, kann zu einem Fachhändler gehen, sich im Internet umschauen oder sein Glück auf einem der vielen Gebrauchtbasare versuchen. "Im Internet und auf dem Gebrauchtmarkt ist die Gefahr, ein zu kleines oder ein zu großes Rad zu kaufen, ungleich höher als beim Fachhändler vor Ort", so Fischer. Unter den lokalen Fahrradhändlern sollte man denjenigen wählen, der mehrere Marken zur Auswahl hat, dann sei eine kindgerechte Beratung rechtzeitig vor Beginn der neuen Radsaison gewährleistet. In Sachen Radgröße hält sich hartnäckig die Regel, dass der Drahtesel passt, wenn das Kind auf dem Sattel sitzend mit beiden Füssen platt auf den Boden kommt. "Tatsächlich gilt spätestens ab dem 24-Zoll-Rad: Ein Rad passt, wenn das Kind vor dem Sattel stehend zwei Zentimeter Freiraum zum Rahmen hat", stellt Jürgen Fischer klar. Kaufe man das Rad genau zu diesem Zeitpunkt, könne man seine maximale Gebrauchszeit erreichen.

Hohes Gewicht lässt Kinder schnell ermüden

Entscheidend für ein Kinderrad ist vor allem ein niedriges Gewicht. "Ein hohes Radgewicht lässt die Kinder bei Touren früher ermüden - vor allem, wenn es auch mal länger bergauf geht", warnt Fischer. Mit einem kindgerecht leichten Rad mit einer starren Vorderradgabel würden Kids schneller lernen, sie würden spielerischer und motivierter fahren. Vom baden-württembergischen Kinderradhersteller beispielsweise gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Rahmengrößen, dazu kommen kindgerechte Brems-und Schaltungslösungen sowie unterschiedliche Tretkurbellängen, mit denen die Kniegelenke entlastet werden. Unter www.pyrobikes.de gibt es alle Informationen zu den Fahrrädern. Enormes Einsparpotential gibt es auch bei der Ausstattung. So macht es in der Regel keinen Sinn, bei unter 24-Zoll-Rädern eine STVZO-Beleuchtung zu kaufen, denn die Kinder müssen bis zum vollendeten achten Lebensjahr auf dem Bürgersteig fahren - und dort benötigt man keine Beleuchtung.

Starre Vorderradgabeln sind leichter

(djd). Beim Kinderradhersteller Pyro beispielsweise entstehen auf der Basis zierlicher Rahmen im Zusammenspiel mit leichten Laufrädern, Kurbelgarnituren und gewichtsoptimierten Teilen kindgerechte Einheiten. Das Modell "Twenty Small" beispielsweise wiegt deutlich unter acht Kilogramm. Ein ganz wichtiger Faktor hierbei ist die Verwendung von starren Vorderradgabeln - bei vielen anderen Kinderrädern werden extrem schwere, jedoch kaum funktionierende Federgabeln verwendet. Diesen Gewichtsvorteil spürt das Kind bei der kleinsten Steigung wie auch im Alltagshandling - vor allem, wenn die Kids die Straße schiebend überqueren und ihr Rad danach wieder den nächsten Bordstein hochwuchten müssen.


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