Glas statt Plastik: Ganz einfach beim Wassertrinken Plastikmüll vermeiden

Pures Leitungswasser bekommt einen ganz anderen Geschmack, wenn man es zusammen mit ein paar Scheiben Zitrone oder Ingwer in der Glasflasche ziehen lässt.
Pures Leitungswasser bekommt einen ganz anderen Geschmack, wenn man es zusammen mit ein paar Scheiben Zitrone oder Ingwer in der Glasflasche ziehen lässt.
© djd/www.soulbottles.de

(djd). Bei vielen Menschen findet ein Großteil der Freizeit draußen statt. Im Sommer ein gemütliches Picknick auf der Wiese oder am See und im Herbst eine Wanderung durch den Blätterwald oder eine gemütliche Fahrradtour - Bewegung an der frischen Luft tut einfach gut. Natürlich dürfen auch ausreichend Getränke dabei nicht fehlen. Doch einfach schnell eine Wasserflasche aus Plastik in den Picknickkorb oder Fahrradsattel zu packen, ist nicht besonders umweltfreundlich. In Deutschland werden stündlich zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht, wie eine Erhebung der Deutschen Umwelthilfe zeigt. "Wir haben mal hochgerechnet: Pro Tag sind das rund 46 Millionen Stück, pro Jahr circa 17 Milliarden, also 500.000 Tonnen Müll. Übereinandergestapelt würden sie 16 Mal von der Erde bis zum Mond reichen. Viel zu viel Plastikmüll, in dem unsere Meere ertrinken”, so Nina Pestke von dem Glasflaschenanbieter soulbottles.

Saubere Flaschen für sauberes Wasser und andersherum

Eine Möglichkeit, selbst weniger Plastikmüll zu produzieren, ist die Nutzung von Glasflaschen anstelle von Einweg-Kunststoffbehältern. Einfach frisches Leitungswasser in eine schöne, gut verschließbare Wasserflasche aus Glas füllen und diese jeden Tag wiederverwenden. Zum Beispiel beim Picknick, im Büro oder auf langen Autofahrten, und schon hat man einiges an Plastik gespart. In Deutschland ist es unproblematisch, Wasser direkt aus dem Hahn in die Flasche abzufüllen. Leitungswasser wird streng kontrolliert, das Umweltbundesamt informiert jederzeit über seine Qualität. Auch bei den örtlichen Stadtwerken finden Interessierte Informationen dazu. Gibt man in die Wasserflasche dann noch frische Obstscheiben, zum Beispiel von Zitronen oder Orangen, kann man den Geschmack immer variieren.

Schlürfen ohne Reue

Doch nicht nur Plastikflaschen tragen stark zum hohen Müllaufkommen bei, sondern auch die Strohhalme, aus denen besonders Kinder gern ihr Wasser schlürfen. Denn ein durchschnittlicher Strohhalm ist nur etwa 20 Minuten in Gebrauch, bleibt aber die nächsten 350 bis 400 Jahre auf unserem Planeten. So viel Zeit vergeht bis zur völligen Zersetzung des Plastiks. Da macht es Sinn, auch hier über Alternativen nachzudenken. Neben nachhaltigen Trinkflaschen findet man auf www.soulbottles.de zum Beispiel auch Strohhalme aus Glas, die wiederverwendbar und völlig plastikfrei sind.

Die Vorteile von Glasflaschen

(djd). Glas ist geschmacksneutral. Wenn man es richtig auswäscht, schmeckt man aus einer Glasflasche weder den Kaffee von letzter Woche noch den Orangensaft, den der Sohn gestern eingefüllt hatte. Das Material ist durchsichtig, und so kann man auf den ersten Blick sehen, was sich in Glasflaschen wie den "soulbottles" befindet. Das ist gerade im Sommer wichtig, wenn auch Bienen oder Wespen sich gerne mal ein Schlückchen genehmigen wollen und den Weg aus der Flasche nicht mehr herausfinden, bevor der Mensch daraus trinkt. Nicht zuletzt ist Glas zu 100 Prozent recycelbar - wenn einmal eine Flasche kaputtgeht, kann aus den Überresten immer noch ein Gurkenglas oder eine neue Glasflasche werden.


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