Informationskampagne bringt staatliche Förderung für Solarthermie auf den Punkt

Vielfältige staatliche Förderprogramme unterstützen Haus- und Wohnungseigentümer bei einer Investition in solarthermische Anlagen.
Vielfältige staatliche Förderprogramme unterstützen Haus- und Wohnungseigentümer bei einer Investition in solarthermische Anlagen.
© djd/BDH

(djd). Basisförderung, Innovationsprogramm, Optimierungsbonus: Bei der Vielfalt der stetig wachsenden Förderangebote der Bundesregierung für eine umweltfreundliche, nachhaltige und energieeffiziente Heizung können Verbraucher schon einmal den Überblick verlieren. Gerade die Nutzung der Sonnenkraft für die Wärme- und Energieversorgung des privaten Haushalts bietet eine Vielzahl an Vorteilen, die mit staatlichen Förderprogrammen unterstützt werden.

Vorteile für Verbraucher

So lassen sich durch den Wechsel auf Solarthermie laut Aussage des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH) und des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) rund zwei Drittel der für die Trinkwassererwärmung benötigten Energie sowie ein Drittel der für die kombinierte Warmwasser- und Trinkwasseraufbereitung notwendigen Energie einsparen. Zudem werden die Verbraucher unabhängiger von fossilen Rohstoffen und schonen die Umwelt - dank verringerter Emissionswerte der eigenen Heizungsanlage. Für die Nutzung der Sonnenkraft gibt es vom Staat eine ganze Reihe an finanziellen Unterstützungen, die abhängig von den baulichen und energetischen Rahmenbedingungen vor Ort variieren können. Die wichtigsten Förderinformationen fasst die Informationskampagne "Sonnige Heizung", ein Zusammenschluss von führenden Herstellern solarthermischer Anlagen sowie dem BDH und dem BSW-Solar, leicht verständlich zusammen. Das Verbraucherportal der Kampagne vermittelt unter www.sonnigeheizung.de umfangreiches Hintergrundwissen.

Finanzhilfe vom Staat

Eine überarbeitete Version des Marktanreizprogramms (MAP) ist seit 2015 in Kraft und bezuschusst die Errichtung einer Solarthermie-Anlage grundsätzlich mit einer Basisförderung. Weitere Zuschüsse gibt es für Anlagen, in denen zusätzlich eine Wärmepumpe- oder Biomasseanlage eingebaut wird, die ans Wärmenetz angeschlossen werden, oder wenn der alte Kessel gegen einen neueren ausgetauscht wird. Die Innovationsförderung greift bei großen Solarthermie-Anlagen bis 100 Quadratmeter, die mehr als das klassische Einfamilienhaus mit Wärme versorgen. Das sogenannte Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) erhöht seit Anfang 2016 die Leistungen des aktuellen MAP noch einmal um 20 Prozent und liefert einen Optimierungsbonus von 600 Euro. Diesen erhält man, wenn die gesamte Heizungsanlange auf maximale Energieeffizienz hin untersucht und schließlich auch optimiert wird. Zusätzlich sollte der Bauherr noch auf länder- oder kommunalspezifische Förderungen schauen, die unabhängig von allen oben genannten Zuschüssen generiert werden können. Die Nutzung von Solarthermie kommt für jeden Haushalt in Frage, denn sie ist mit allen denkbaren Wärmeerzeugern kombinierbar.

Förderbeispiel in der Praxis

(djd). Wie die Förderprogramme für Solarthermie zur Umsetzung kommen, zeigt folgendes Beispiel. Ein Wohnhaus mit altem Heizölkessel wird mit einer heizungsunterstützenden Solaranlage inklusive 1.000 Liter Pufferspeicher und 12,5 m² Kollektorfläche aufgerüstet. Zusätzlich wird der alte Heizkessel gegen einen modernen Brennwertkessel getauscht. Den Bewohnern stehen dafür bis zu 3.600 Euro an Fördergeldern zu. Wird der bestehende Ölkessel durch eine leistungsgeregelte Wärmepumpe mit einer Leistung von 12 kW ersetzt, winken noch einmal zusätzliche 2.400 Euro. Falls statt der Wärmepumpe ein effizienter Pelletkessel mit 15 kW Leistung eingebaut wird, steigt die Fördersumme auf 7.800 Euro. Unter www.sonnigeheizung.de gibt es noch mehr Rechenbeispiele.


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