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Kunst unter freiem Himmel in Hannover: Stadtspaziergänge zu Streetart und Graffiti, Design und Architektur

Kunstvolle Streetart in Hannovers Stadtteilen: Vier Rundgänge führen zu Entdeckungen.
Kunstvolle Streetart in Hannovers Stadtteilen: Vier Rundgänge führen zu Entdeckungen.
© djd/Hannover Marketing und Tourismus

(djd). An einer Hauswand erblüht eine schillernde Unterwasserwelt, von einer anderen grüßt das Krümelmonster und an der dritten steht knallbunt gesprüht: "Das Leben ist eine herrliche Erfindung." Daneben prangt ein mannshohes Graffitiporträt des legendären hannoverschen Dada-Künstlers Kurt Schwitters. Hannovers Stadtteile zeigen ungeahnt viel originelle Street-Art wie diese, die oft nur zufällig ins Auge fällt. Doch neuerdings gibt es gezielte Rundgänge zu legaler Street-Art von künstlerischem Wert. Hannover pflegt schon lange eine Tradition der Kunst im öffentlichen Raum: Seit den 1960er-Jahren wurden auf Straßen und Plätzen mehr als 200 Skulpturen und Installationen aufgebaut. Umsonst und draußen gibt es hier viel zu entdecken.

Auf dem "Roten Faden" durch die Innenstadt

In der neuen Broschüre "Kultur for free - Kunst für alle!" oder unter www.visit-hannover.com/kulturforfree sind unterschiedliche Rundgänge zu aktueller, klassischer oder historischer Kunst unter freiem Himmel zusammengestellt. Jeweils 11 bis 15 Werke sind auf den kurzen Spaziergängen zu entdecken. Eine Karte, Fotos und Erläuterungen machen es leicht, auf eigene Faust loszuziehen. So kann jeder im eigenen Tempo durch die Stadt flanieren und verweilen, wo es ihm gefällt oder ein Café zur Pause einlädt. Neben Graffitirundgängen gibt es auch Spaziergänge zu Skulpturen von internationalem Rang und Namen. Die bekanntesten und beliebtesten sind wohl die drallen "Nanas" von Niki de Saint Phalle am Ufer der Leine. Sie sind auch eine Station am Roten Faden, dem einzigartigen Stadtrundgang an einer roten Linie auf dem Pflaster zu allen Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt. Und wer gern eine geführte Tour unternehmen möchte, kann von Mai bis Oktober unter dem Motto "Kunst umgehen!" interessante und unterhaltsame Veranstaltungen besuchen.

Designer-Busstops und königliche Schlösser

Sehenswert sind in Hannover zudem aufsehenerregende Haltestellen, entworfen von internationalen Designern: Diese Kollektion von kunstvollen Busstops ist weltweit einmalig und lässt sich am besten mit dem Linienbus erkunden. Für Spaziergänge zu Kunst und Kultur gibt es noch weitere Themen: Auf den Spuren des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz führen sie zu Schauplätzen seines Lebens in Hannover. Er konstruierte eine Rechenmaschine, die heute als Urform des Computers gilt. Ein Architekturpfad geleitet zu Baudenkmälern aus der Zeit, als die hannoverschen Könige auch England regierten. Vor allem der Hofarchitekt Georg Laves prägte das Stadtbild, etwa mit dem Opernhaus und klassizistischen Schlössern, in denen heute die Universität und der Landtag beheimatet sind.


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