Umfrage: Wald soll auch künftig vor allem für Erholung, Freizeit, Sport da sein

Das Erholungswaldzertifikat bekommen Wälder, die über intakte Bänke, Sporteinrichtungen, Grillstellen sowie über ein gut ausgezeichnetes Wegenetz und waldpädagogische Angebote verfügen.
Das Erholungswaldzertifikat bekommen Wälder, die über intakte Bänke, Sporteinrichtungen, Grillstellen sowie über ein gut ausgezeichnetes Wegenetz und waldpädagogische Angebote verfügen.
© djd/PEFC

(djd). Im Wald findet jeder Entspannung: Die einen unternehmen einen kurzen Spaziergang, die anderen machen einen Ausflug mit dem Mountainbike oder wandern auf einem der vielen Wanderwege. Besonders schöne und vielfältige Strecken sind vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwege zertifiziert. Nach einer aktuellen Bevölkerungsstudie des GfK-Instituts im Auftrag der Waldschutzorganisation PEFC ist jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren interessiert daran, ihn in Zukunft für Erholung, Freizeit und Sport offen und attraktiv zu halten (55 Prozent).

Der Wald ist jedoch nicht nur ein Erholungsort, sondern auch Lebensraum von vielen verschiedenen Tieren und Pflanzen sowie Lieferant eines unserer wichtigsten, nachwachsenden Rohstoffe, dem Holz. Für Forstarbeiter sowie für Erholungssuchende gilt deshalb: Rücksicht nehmen und einige Regeln beachten. Radfahren etwa sollte man nur auf geeigneten beziehungsweise markierten Wegen. Das Querfeldein- oder Cross-Fahren bedarf sogar einer gesonderten Genehmigung, da es zu Schäden an den Boden und der Vegetation führen und Wildtiere stören kann. Für Downhill-Fahrer gibt es in manchen Wäldern mittlerweile sogar eigene Trails. Immer beliebter werden auch Hochseilgärten, Baumwipfelpfade wiederum führen über feste Holzkonstruktionen oft mehrere Kilometer lang durch die oberen Stockwerke des Waldes. Auch hier sollte man die "Waldesruhe" einhalten und keinen Müll hinterlassen.

Der multifunktionale Wald

Wenn ein Wald viele Wünsche erfüllt, nennen ihn Fachleute multifunktional. Ein Zeichen für eine solche Waldbewirtschaftung sind etwa die großen Holzpolter, die sich seitlich der Waldwege finden. Die geernteten und gestapelten Baumstämme werden dort gelagert, um sie schonend abtransportieren und zu umweltfreundlichen Produkten weiterverarbeiten zu können. Entdeckt man beim Waldbesuch und später beim Einkauf auf einem Holz- oder Papierprodukt das PEFC-Zeichen, zeigt dies, dass im Wald wieder genügend neues Holz nachwächst und die Natur geschützt wird. Das Zeichen wird durch Deutschlands größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung im Rahmen eines unabhängigen Zertifizierungssystems vergeben. 

Neues Erholungswaldzertifikat

Zusätzlich führte PEFC kürzlich ein Erholungswaldzertifikat ein. Private Waldbesitzer sowie Städte und Gemeinden können damit über die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder hinaus ihr Engagement für Erholungssuchende belegen. Die Kriterien für die Vergabe eines Erholungswaldzertifikates sind unter anderem das Angebot von intakten Bänken, Sporteinrichtungen, Grillstellen, ein gutes Wegenetz mit entsprechender Auszeichnung der Wegeführung und waldpädagogische Angebote.

Bedeutende Waldschutzorganisation

(djd). Die Waldschutzorganisation PEFC formuliert Regeln für den Umgang des Menschen mit dem Wald: Das entsprechende Siegel setzt ökologische, ökonomische und soziale Standards für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Überprüft werden sie durch unabhängige Zertifizierungsstellen, etwa vom TÜV. Das schließt die Nachverfolgung des Holzes von der Produktion bis hin zum Verkauf ein. Somit kann der Verbraucher sicher sein, dass entsprechend ausgewiesene Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Weitere Informationen dazu oder zu Anbietern, die Ware mit dem Siegel führen, gibt es unter www.pefc.de.


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