Bedrohte Tiere schützen: Für die Auswilderung gefährdeter Arten spielen Zoos eine entscheidende Rolle

Sonntag, 26.03.2023 |
Aus der Transportbox hinaus ins wilde Leben: Europäische Wisente bei der Auswilderung.
Aus der Transportbox hinaus ins wilde Leben: Europäische Wisente bei der Auswilderung.
© djd/Tierpark Berlin

(djd). Die Erde ist Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten, doch diese Vielfalt ist in Gefahr. Denn der Mensch verursacht derzeit das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier. Umso wichtiger ist es, die Zukunft bedrohter Tiere zu sichern. Eine große Rolle spielen hierbei auch moderne Zoologische Gärten. Nun gibt es in Deutschland allerdings immer wieder einmal kritische Diskussionen um die Tiergärten. Doch wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands der Zoologischen Gärten ergab, stehen vier von fünf Deutschen hierzulande hinter den Zoos. Man empfinde dort eine Wertschätzung für die Natur und eine Nähe zu den Tieren.

Sumpfschildkröten in Hessen

Besonders groß ist die Zustimmung, wenn Zoos in internationalen Artenschutzprogrammen in der Lage sind, Tiere für Auswilderungen zur Verfügung zu stellen. Und das ist oft der Fall. So engagiert sich beispielsweise der Zoo Frankfurt in Zusammenarbeit mit der AG Sumpfschildkröte seit über 20 Jahren für die kleinen Panzertiere. Sie sind die einzigen hier einheimischen Schildkröten und galten zu Beginn des Projekts als regional ausgestorben. Mittlerweile wurden mehr als 600 Exemplare ausgewildert – gerade im Juli waren es 20 Tiere, die alle im Zoo Frankfurt aufgezogen und an einem geheimen Standort in Hessen in die Wildnis entlassen werden konnten. Unter www.zoo-frankfurt.de gibt es weitere Infos zu Artenschutzprojekten. Im Zoo Heidelberg in Baden-Württemberg wiederum hat man sich dem Erhalt des Waldrapps verschrieben. Der stark gefährdete Zugvogel wird hier und in weiteren Tiergärten hauptsächlich aus Artenschutzgründen gehalten und in Spanien ausgewildert.

Wisente von Berlin in den Kaukasus

Ein herausragendes Beispiel für die Artenrettung durch Zoos ist der Europäische Wisent, für das sich unter anderem Zoo und Tierpark Berlin einsetzen. Das letzte wildlebende Exemplar des zotteligen Wildrinds wurde 1927 erschossen und verschwand damit beinah gänzlich von der Erde. Mithilfe eines aufwändigen Zuchtprogramms in der Hauptstadt und in Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland werden nun heranwachsende Wisente im Shahdag Nationalpark im Kaukasus angesiedelt. Mehr unter www.tierpark-berlin.de und www.vdz-zoos.org. Ziel ist es, dort wieder einen überlebensfähigen Bestand aufzubauen. Zoo-Besucher können mit ihren Tickets in vielen Fällen einen direkten Beitrag für bedrohte Tiere und deren Lebensräume leisten.


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