Voraus in die Zukunft: Drei Transportmittel, die uns bewegen werden

© FlyKly
Das Hoverboard war die Transport-Vision aus "Zurück in die Zukunft II". Gemeint war das Jahr 2015 aus Sicht der 1989 erschienenen Science-Fiction-Filmkomödie mit Michael J. Fox. Ein ausgetüfteltes selbstschwebendes Skateboard, mit dem man durch die Stadt düsen kann, gibt es auch im Jahr 2016 noch nicht. Dafür entstehen ständig neue Ideen für Beförderungen, die zum Teil nicht minder unvorstellbar klingen und dennoch kommen werden. Das Team von FlyKly stellt die drei Trends und Entwicklungen vor und gibt einen kleinen Ausblick auf mögliche zukünftige Fortbewegungsmittel:
1. E-Bike und Smart Ped
Die Idee zu dem ersten Laufrad kam Karl Dreis im Jahr 1816. Mit dem Rad ohne Pedale musste sich der Erfinder aus Karlsruhe noch vom Boden abstoßen um die maximale Geschwindigkeit von 15 km/h zu erreichen. 200 Jahre später sieht der Rad-Transport der Zukunft wieder einen Anschwung vor. EBikes oder E-Roller wurden gerade für Pendler entwickelt, die nachhaltig zur Arbeit fahren und trotzdem nicht völlig verschwitzt im Büro ankommen wollen. Ein Trend, den beispielsweise der Mailänder Mobilitätstechnologe FlyKly erkannt und aufgegriffen hat. Das Unternehmen entwickelte im Oktober 2015 während ihrer Crowdfunding-Kampagne gemeinsam mit ihrer Fangemeinschaft das weltweit erste Kick-Assist-E-Bike der Welt – das so genannte Smart Ped.
Jeder manuelle Tritt bekommt bei diesem Roller zusätzlich elektronischen Schwung. So bleibt zwar das Fahrgefühl erhalten, der integrierte Elektromotor ermöglicht es jedoch leichter durch die Stadt zu cruisen. Ein weiterer smarter Vorteil: Der Elektroroller ist faltbar und kann schnell zu einem Einkaufskorb umfunktioniert werden. Die steigende Nachfrage der Konsumenten weist darauf hin, dass die EMobilitätsszene noch mit vielen technologischen Entwicklungen in Zukunft aufwarten wird.
2. Der "Hoverzug" der Zukunft
Futurama im 21. Jahrhundert: Hyperloop ist die technologische Innovation aus den USA, die den Transport revolutionieren soll. Eine spacige Vision, die tatsächlich Wirklichkeit werden könnte. Menschen jagen in kapselartigen Beförderungsräumen wie eine Rohrpost von einem Ort zum anderen. Vorstellen kann man sich das Gerät als Flugzeug ohne Flügel, welches aber mit 1.220 Kilometern pro Stunde und unter der Schallgrenze wesentlich schneller als ein herkömmlicher Flieger wäre. Die Geschwindigkeit wird mithilfe einer Vakuumtechnologie, also mittels Unterdruck, erreicht. Der Entwurf dazu kommt von Elon Musk, der bereits als Elektroautobauer Tesla Aufsehen erregte und das Raumfahrtunternehmen SpaceX leitet.
3. Ein Gefährt mit Autopilot
Jeder zweite Deutsche steigt täglich ins Auto um zur Arbeit zu kommen. Noch muss er sich selbst mit Stop-and-Go zur Hauptverkehrszeit über die überfüllten Straßen kämpfen. Doch das könnte bald ein Ende haben: Kameras, Sensoren, Computer und Algorithmen sollen in naher Zukunft das Lenken, Beschleunigen und Bremsen von Autos übernehmen dürfen. Dafür hat die Bundesregierung jetzt die Weichen gestellt. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich für die Umsetzung des geänderten Wiener Übereinkommens über den Straßenverkehr eingesetzt. Jetzt ist der Weg für die rechtliche Grundlage des autonomen Fahrens frei. Bis zum nächsten G7-Verkehrsministertreffen im September in Japan möchte er auch auf der internationalen Ebene noch einen Gang für das Fahren mit Autopilot zulegen.
Fazit: Die Zukunft wird smart
"Die Zukunft der Mobilität ist geprägt von technischen Innovationen. Hersteller und Kunden werden immer weiter umdenken und neue Wege gehen, um sich noch schneller, bequemer und nachhaltiger zu bewegen", erklärt FlyKly-Geschäftsführer Marcello Segato über die Zukunft des Transportes. Ob einfach und nachhaltig mit dem Kick-Assist-E-Bike zur Arbeit, ganz bequem und smart mit dem computergesteuerten Fahrzeug über die staufreien Autobahnen oder in einer Kapselröhre mit Unterdruck in Nullkommanix von einem Land ins nächste gesaugt werden - all diese Visionen haben eins gemein: sie orientieren sich an den Bedürfnissen ihrer Nutzer. Was sie unterscheidet, ist ihre unterschiedlich weite Entwicklung in der Technik oder gesetzliche und politische Regelung. Marcello Segato: "Ob wir in ein paar Jahren doch mit einem Hoverboard über die Straßen fliegen bleibt ungewiss - was sicher ist, die neuen Transportmittel machen Lust auf ein „Voraus in die Zukunft“."